Mittwoch, 23. September 2015

grenzerfahrungen

  •                                                               schwertransport säcke sind mit steinen gefüllt!!!   

                                               vorsicht kamel

auto für alles



                                                          motorradclub usbekistan

 Nach zwei fahrtagen durch eine wieder einmal hügelige und bergige wüstenartigen landschaft,bei konstantem und eher stärkerem gegenwind,erreichten die veloeler die grenze zu turkmenistan........am nächsten morgen um acht uhr öffnete der iranisch-turkmenische grenzübertritt......pünktlich wie ein schweizer uhrwerk mit den roten büchlein in den händen an vorderster front jedoch alleine auf weiter flur,warteten da unsere zwei eidgenossen mit ihren lasträdern........du geit di uhr da obe eigentlech richtig?.......ja die scho,aber viellech die vom zöuner nid.......der einzige der anscheinend pünktlich mit der arbeit begann,war ein hageres kleinwüchsiges manndli,der mit einem feuchten und überbreiten bodenwischer eifrig seine bahnen zog und die ganze sosse schön gleichmässig verteilte.......
Kurz darauf wurden thermoskannen mit heissem the im gebäude verteilt,um ca. 8.45 uhr gings dann zur sache und die beamten bezogen ihre posten .....die eidgenossen wurden von den iranern relativ schnell abgefertigt......blick in den pass und begutachtung von einer velotasche,nur noch einen stempel und adie iran......3/4stunde brauchte dann der andere beamte für diesen ausreisestempel........
Zum erstaunen  der veloeler gings bei den turkmenen relativ rassig voran,da diese schon einige geschichten von anderen lasträderfahrern zu gehör bekamen,die eine richtige prozedur über sich ergehen lassen mussten, nur um dieses land mit einem transitvisa von 5 tagen zu durchqueren........
Gleichwohl kostete es unsere schweizerkarawane gut einen halben tag um die grenze zu passieren......also verblieben ihnen noch 4 1/2 tage bis zur usbekischen grenze,welche knapp 500 kilometer entfernt war........
Da alles flach ist wäre dies eigentlich zu machen und dies hätten die veloeler eigentlich ja auch geschafft......ja, die wörter wären und hätten!!!!
Mit einer grossen portion zuversicht auf eine erfolgreiche wüsten durchquerung,folgte die schweizerkaravane zunächst einer alten route der seidenstrasse.......ja, einer alten route deren glanzzeit wohl schon ettliche jahre hinter ihr lag!!!........in der heimat würde  man dies wohl eher mit der panzerpiste auf der thunerallmend,oder mit irgend einer übungskampfbahn vergleichen........               
Hinzu kam ein konstanter eher stärkerer gegenwind und temperaturen gegen 50 grad........ zum krönenden abschluss des ersten tages,mit einer kilometerleistung von knapp 65 kilometern gabs dann noch das 2:1 zugunsten für tom(plattenstatistik).......staubig,müde,abgekämpft,einem kafi komplet und einer anschliessenden flucht ins zelt wegen den blutgierigen mücken,verbrachten die veloeler mit leicht angekratztem ego eine friedliche und stille nacht unter einem gewaltigen sternenhimmel in ihrer zeltvilla........



                                                         wüstendurchquerung

Am darauffolgendem tag noch in der morgendämmerung gings gleich so weiter,nur dass die panzerpiste gegen mittag wieder in eine gut ausgebaute strasse mündete........nach 8 stunden im sattel war die erste grössere stadt mary erreicht.......mit russischen übergrossen prunkbauten ,breiten 4spurigen strassen und grosszügigangelegten parkanlagen,präsentierte sich diese stad........auf die veloeler wirkte diese jedoch leblos und menschenleer und gloch eher einem prestigeobijekt.....
an diesem abend beendeten die veloeler ihre noch vom iran andauernde bierfastenzeit......bei sonnenuntergang am rande des älteren schwimmbeckes eines hotels mit trüben wasser,liessen diese die korken knallen.....
Der beschluss am nächsten tag die restliche strecke bis turkmenabat per bus zurückzulegen erwies sich als eine kluge entscheidung.....
Nun hätten die veloeler eigentlich nur noch 40 kilometer bis zur grenze zu veloelen gehabt und zeitlich wären diese einen tag in vorsprung bezüglich ihres transitvisas gewesen.......schon wieder hätten und wären!.....
Am nächsten morgen:
Du tom ig gseh wiudsöi mit grosse zäng!?!?!?
Tom der sich noch in der aufwachphase befand  rieb sich erst mal die augen und traute seinen ohren nicht.......was meinsch?!?!
Marianne sah immer noch wilde schweine und beklagte sich über starke übelkeit,schwindel und abnormale darmaktivität.....
Doktor tom verabreichte seiner geliebten zuerst mal ein paar hömopatische kügeli gegen vergiftung durch nahrung und kühlung durch zuviel hitze..... bei anderen hotelgästen die am vorabend das gleiche abendmal zu sich nahmen,erkundigte er sich um dessen wohlbefinden......doch diese hatten diesbezüglich nichts zu beklagen......
Nach der aussage: we ig its chönnti würdi lieber stärbe,liess bei tom die alarmglocken schlagen!!!!
Kurze zeit später klopfte es an die hotelzimmertüre.....zwei russische ärzte mit weissen kitteln,einer haube mit rotem kreuz als kopfbedeckung und mit einem arg verbeulte alukoffer in deren händen,der eher aussah wie eine pensionierbedürftige sanitärwerkzeugkiste standen im eingang......
Die diagnose war schnell gemacht:sonnenstich!.......
Aus dem kistli wurden 3 gut proportionierte sprtizen aufgezogen,die bei uns warscheinlich schon im museum anzutreffen sind,um diese anschliessend ins hinterteil des patienten zu spritzen......
Am nächsten morgen erschien die ärztedelegation erneut und verabreichte dem patienten nochmals 3 spritzen in die zweite hälfte des allerwertesten.......

              
                             temperaturen die jeden flachlegen

                                                             
                                                                                 ergebnisse der hitze


   
           zu heiss für mensch und material


                                                                   
                                                                                             hitzeopfer

Das am vortag organisierte gefährt welches ungefär im gleichen zustand war wie die wekzeugkiste,kutschierte unsere eidgenossen direkt vor die tore des grenzübertritts zu usbekistan.....nach gründlicher begutachtung und kontrolle der mitgeführten aphotheke,reiseführer und photos betraten die veloeler neuland.....anschliessend genossen die göppel mit ihren chauffeuren eine weitere schweinefreie fahrt per auto nach buchara,wo alle sich für ein paar tage erhohlung und rehabilitation gönnten.......buchara und anschliessend auch samarkand,welche die veloeler wieder mit ihren treuen lasteseln erreichten,sind beides bedeutende orte der legendären seidenstrasse die auf gut 2500 jahre geschichte zurückblicken können......auch heute versprühen diese orte immer noch etwas von diesem glanz vergangener zeit,auch wenn die baulichen zeugnisse dieser zeit ein bisschen wie freilichtmuseen erscheinen.....


                                                                                             
                ankunft in samarkand                                          strasse mit allen schikanen

   sieben weitere fahrtage bis zum grenzposten tadijkistans,liessen bei  den veloelern wiedermal seit längerem richtig abenteuerliche gefühle hochkommmen......diese wurden verursacht durch zelten in höeren und somit kühleren lagen,strassen in den unterschiedlichsten beschafenheiten,kleinere pässe die es zu bezwingen gab und zuguterletzt die usbeken die mit ihrer gastfreundlichen aber nicht aufdringlichen art die herzen der eidgenossen zu erobern vermochten........


          
                           stolz ein melonenverkäufer  zu sein
                                                    
                                                                               melonenvielfalt

                         
                                                          das goldene lachen

                                                         
                                                                                       barbekantschaften


                                             

                   kinder und brotwagen in einem

                                                 
                               früh übt sich wer ein veloeler werden will  
                                                                                                                                                                                    
                         junger in toms veloelerkluft

  Auch diese grenzüberquerung gestaltete sich relativ als ein leichtes......marianne und tom frisch geduscht, die haare wieder mal gekämmt, der herr frisch rasiert und den bart in form geschnitten.....all dies wurde wohl von beamten als positiv begutachtet.....ein kräftiger und aufrichtiger händedruck zwischen dem eidgenossen und dem grenzbeamten,schuf sogleich vertrautheit......nach kurzer und flüchtiger kontrolle einzelner taschen,der obligaten begutachtung einiger photos,kontrolle der medikamente,wurden die stahlräder schon wieder bepackt......anschliessend gabs noch einige wichtige fragen zu klären....seid ihr doktoren,sind ihr verheiratet wieviele kinder habt ihr usw......
Nein keine doktoren,tom zeigte aufs VW-emblem eines der sthalrösser und sagte: car company vw,bmw,mercedes audi,diese aussage bewirkte ein ohhhh  very,very good!!!!.....ja diese automarken geniessen in diesen breitengraden noch einen sehr hohen stellenwert,kein wunder bei dieser hohen lada population (russisches fabrikat mit etwas veralteter technik)......auf schweizer strassen fallen einem vereinzelt autos auf,die zum beispiel mit einem grünen blatt eines baumes und den sprüchen,ich fahre mit gas oder der umwelt zuliebe beschriftet sind......
diese automobilisten zählen sich wohl eher zu einer etwas naturbezogeneren im sozialarbeitendem sektor und wahrscheinlich eher einer etwas linksgerichteten kundschaft und teilweise wird so ein gefährt noch mit mehreren parteien geteilt......
In den sogenannten stan-staaten die zurzeit nebst den veloelern auch andere radnomaden durchstreifen,gehen die menschen wohl eher nicht von so einem gedanken aus,hier spielt wahrscheinlich der treibstoffpreis eine wichtigere rolle,sogar die meisten lastwagen sind mit gasflaschen anstelle von dieseltanks bestückt......
Diese situation begrüssen die lasträderfahrer ganz besonders,werden doch diese bei teilweise sonst schon atemraubenden pässefahrten,meist nicht mehr von dickem dieselrauch eingehüllt,der abends ihr nastuch schwarz färbt......

                                     
                                            erholungs und übernachtungsorte der veloeler

tadijkistan begrüsste die veloeler mit feinstem asphalt und guten strassenverhältnissen bis zur hauptstadt dushanbe.....die seidenstrasse soll hier auch den  übernamen opiumstrasse haben.......dieser aussage kann man durchaus glauben schenken,wenn man auf den strassen in und um diese stadt die recht hohe anzahl teuren edelkarrossen mit teils exklusiven ausstatungen antrifft!?.......
Die kluft zwischen arm und reich scheint hier besonders gross zu sein......
Nach ein paar tagen aufenthalt in einem hostel der stadt,treffen die veloeler auf andere lasträderfahrer die entweder in richtung osten oder in richtung westen unterwegs sind.........viele informationen über den jeweiligen weiterverlauf der einzelnen reisen werden hier ausgetauscht.......unsere veloeler werden in richtung pamir highway aufbrechen,doch zu diesem abschnitt ihrer reise der sicherlich ein höhepunkt sein wird,werden sie euch zu einem späteren zeitpunkt berichten.....
Auso adie bis bald d'veloeler.......

Bilanz :(stand 17.august'15)  unterwegs:155 tage.......... fahrtage:88......im sattel:408h........
                                               velokilometer:6448......höhenmeter:42960........bus/auto/lkw:ca.518km.......zug:ca.700km........

platten tom 2:2 marianne 


             mittagszeit mit blick aufs baumwollfeld  

                                
                                                   beim fragen nach dem weg


                                
                                                             einfach  nur schön

























































































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